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Flux-Energiespar-Zertifikate als zusätzliche Regiogelddeckung

Ein Beitrag zur Stärkung der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftsentwicklung der Region

Johannes Hegmanns

Energieeinsparung und CO2-Vermeidung ist in aller Munde. Mit Energiespar-Zertifikaten können zusätzliche Anreize zur Energieeinsparung geschaffen werden. Die Großindustrie wird über den staatlich verordneten Emissionshandel zur CO²- Vermeidung gezwungen. Der Gedanke der Flux-Energiespar-Zertifikate greift dieses Thema auch für die Regionalentwicklung auf. Energiesparbemühungen, die durch die Einbindung in die unterschiedlichen Regionalwährungen von den örtlichen Stadtwerken und der übrigen lokalen Wirtschaft gefördert werden, können der Gemeinschaft helfen, die mit der Globalisierung einhergehenden Probleme lösen zu helfen.

Mit 5 Mrd. Euro pro Jahr hat die Energiewirtschaft den Marktwert der Co²-Zertifikate, die sie im Rahmen der Zuteilung der Emissions-Zertifikate vom Staat geschenkt bekam, in die Energiepreise einkalkuliert. Der Stromverbraucher zahlt diese 5 Mrd. Euro pro Jahr mit seinen Stromkosten. Damit wurde anerkannt, dass CO²-Vermeidung – auch ein betriebswirtschaftlich relevanter Wert ist. Mit Flux-Energiespar-Zertifikaten wird die CO²-Vermeidung aus Energieeinsparungen bei Kleinanlagen zertifiziert. Flux-Zertifikate könnten demnach eine Teilwertdeckung für Regionalwährungen übernehmen. Durch regionale Energieeinsparungsmaßnahmen werden weitere Anreize für regionsbezogene Aktivitäten in Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen. Verbraucher und die örtliche Wirtschaft profitieren gleichermaßen davon.

Den Teilnehmern des Workshops wird der gedankliche Hintergrund dieser Idee vermittelt. Anschließend erarbeiten sie unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Gegebenheiten gemeinsam die Kriterien und Voraussetzungen, die die Umsetzung des Flux-Systems in die jeweilige Regionalwährung begünstigen.


Johannes Hegmans, Jahrgang 1946 ist Gründer und Geschäftsführer der seit 1976 bestehenden Plan Energie Hegmans GmbH, Wachtendonk am Niederrhein. In den Anfangsjahren lag der Schwerpunkt in der Energieoptimierung für Sparkassen und Kommunen. 1990 erfolgte die Bestellung zum Sachverständigen für Energiewirtschaft durch die europäische Gemeinschaft. Seit der Liberalisierung der Energiemärkte im Jahre 1998 initiierte er über 70 Einkaufsgemeinschaften für Gewerbe- und Industriebetriebe in allen Teilen der Bundesrepublik. Nebenberuflich engagiert er sich besonders für Regiogeld, Ökosoziale Regionalwirtschaft und die Global Marshall Plan Initiative .

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