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Frauen und Geld
Aus der Geschichte für die Zukunft lernen
Margrit Kennedy Margrit Kennedy versucht in diesem Workshops einen Zusammenhang herzustellen zwischen der Unterdrückung der Frau im Patriarchat und dem dominierenden Geldsystem und Bodenrecht. Darüber hinaus will sie Lösungen der daraus resultierenden Probleme durch die Einführung von komplementären Währungen aufzeigen, und begründen, warum besonders Frauen ein Interesse an der Einführung und Entwicklung dieser monetären Neuerungen haben. Anhand von praktischen Fallbeispielen aus aller Welt wird Margrit Kennedy beschreiben, wie wir aus der Geschichte für die Zukunft lernen können.Ich möchte in diesem Workshop einen - mir damals noch nicht bekannten – weitergehenden geschichtlichen und tiefenpsychologischen Zusammenhang herstellen, zwischen der Unterdrückung der Frau im Patriarchat und dem dominierenden Geldsystem und Bodenrecht. Ich stütze mich in dieser Analyse auf die Vorarbeiten von Gunnar Heinsohn und Bernard Lietaer, die unabhängig von einander die ökonomischen Folgen der Einführung unseres heutigen Geldsystems in Bezug auf die gesellschaftliche Stellung von Frauen beschrieben haben.
Darauf aufbauend werde ich begründen, warum eine Lösung der aus dem Geldsystem resultierenden Probleme in der Einführung von komplementären Währungen besteht, und weshalb besonders Frauen ein Interesse an der Entwicklung dieser monetären Neuerungen haben. Anhand von praktischen Beispielen aus verschiedenen Teilen der Welt werde ich dann aufzeigen, wie Frauen aus der Geschichte für die Zukunft lernen können.
Die Struktur des Workshops gliedert sich in drei Teile: Zuerst möchte ich die Teilnehmer/innen mit ihren Sichtweisen und Fragen zu Worte kommen lassen. Dann werde ich eine knapp einstündige Powerpoint Präsentation zeigen, und anschließend im Dialog mit den Teilnehmer/innen versuchen einige Ergebnisse, Ziele und Vorgehensweisen zur Anwendung dieses Wissens auf politischen Ebenen formulieren.
Margrit Kennedy, Autorin des Buches „Geld ohne Zinsen und Inflation“, das in 20 Sprachen übersetzt wurde, vermittelt in Vorträgen und Workshops, wie der „ökonomische Analphabetismus“ überwunden und das Geldsystem als ein Dreh- und Angelpunkt unserer wirtschaftlichen Probleme zum dienenden statt zum beherrschenden Instrument umgewandelt werden kann. Von Hause her Architektin, Stadt- und Regionalplanerin, wirkte sie in Deutschland, Nigeria, Schottland und USA und forschte im Auftrag der UNESCO und der OECD in 15 Ländern Europas und Nord- und Südamerikas. Nach fünfjähriger Tätigkeit als Leiterin der Forschungsabteilung „Ökologie und Energie“ im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1987 lehrte sie von 1991 bis 2002 als erste Professorin für „Technischen Ausbau und Ressourcensparendes Bauen“ in Deutschland an der Universität Hannover. Schwerpunkt ihrer heutigen Arbeit sind die Einführung und Erprobung komplementärer Währungen (MonNetA). Ihr neues Buch „Regionalwährungen – ein neuer Weg zu nachhaltigem Wohlstand“ erschien im März 2004.







