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„Kröten, Blüten, Cybercash“

Wirtschaftsräume spielend erleben

Nevio Da'Jerof Oldrich alias Heinz Johann Hafner

Wirtschaftsräume und deren dahinter liegende Regelwerke sind das Thema dieses Workshops. Das Spiel „Kröten, Blüten, Cybercash“, eine Spielentwicklung am Unterguggenberger Institut Wörgl, zeigt, wie unterschiedliche Wirtschaftsräume und Wirtschaftsmodelle und deren zugrunde liegende Regelwerke als „Erlebniswelten“ wirken. Dazu werden in 5-10 Spielrunden die alltäglichen Dinge des Lebens auf Basis der vorgegeben Regeln des Wirtschaftens vollbracht. Derzeit kann zwischen vier Wirtschaftsmodellen gewählt werden (Kapitalmarktwirtschaft, Tauschkreis, umlaufgesichertes Regiogeld/Freigeld und Joytopia/Lebensgeld). Eine kompakte Testrunde innerhalb eines exemplarischen Wirtschaftsraumes ermöglicht einen ersten Spieleindruck.

Die Wirkungsweisen verschiedener Wirtschaftsräume und deren spezielle Regelwerke sollen untersucht und gegenübergestellt werden. Der beste Zugang zu dieser komplexen Thematik gelingt über das direkte Erlebnis. Dies war und ist Ausgangspunkt der Spielentwicklung von „Kröten, Blüten, Cybercash“. Hierzu wurde eine interaktive Simulation in Form eines Brettspiels und eines Aktionsspiels entwickelt. In kompakter Form können daran verschiedene Wirtschaftsmodelle erprobt werden.

Das Spielkonzept wurde unter Leitung des Unterguggenberger Instituts als Projektarbeit an der Handelsakademie Wörgl entwickelt. Durch Einbindung von Vertretern verschiedener Initiativen wurden die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Wirtschaftsräume herausgearbeitet und in spielbare Form gebracht. Die dabei abgebildeten Währungsräume sind die Kapitalmarktwirtschaft (die heute in weiten Teilen der Welt etablierte, zinsbasierte Wirtschaftsform), die umlaufgesicherten Regiogelder bzw. Freigeldmodelle (wie die in den Jahren 1932/1933 in Wörgl kursierenden Arbeitswertscheine), die Tauschkreise (das reziproke Tausch- und Verrechnungsprinzip der Tauschringe und Barterorganisationen), sowie Joytopia (das von Bernd Hückstädt gestaltete „Lebensgeld“ mit integriertem Grundeinkommen und natürlicher Vergänglichkeit).

Was erwartet den Mitspieler in den unterschiedlichen „Erlebniswelten“ dieser Wirtschaftsräume? In 5-10 Spielrunden werden die alltäglichen Dinge des Lebens auf Basis der vorgegeben Regeln des Wirtschaftens vollbracht. Im Rahmen der Spieldurchführung kommen unterschiedliche Aspekte zum Tragen: + die Währung als Kommunikationsmittel + die Währung als Verhaltensmotivator + und das Aufzeigen unterschiedlichster „Lebensverläufe“. Im Rahmen des Workshops wird das Spielkonzept vorgestellt. Eine kompakte Testrunde innerhalb eines exemplarischen Wirtschaftsraumes ermöglicht einen ersten Spieleindruck.


Nevio DaJerof, geb. 1971, ist Unternehmer und Facilitator www.dajerof.com . Im Rahmen seiner Vorstandsarbeit im Unterguggenberger Institut , Wörgl (Österreich), betreibt er systemische Vergleichsforschung zu verschiedenen komplementären Währungssystemen.




©2006 REGIOprojekt e.V., Kay Voßhenrich
Letzte Änderung: 06.09.2006